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QP Grünland

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ZALF-Querschnittsprojekt „Grünland in Agrarlandschaften“ (Nutzungsstrategien für kalkreiches Niedermoorgrünland)

ZALF-Querschnittsprojekt „Grünland in Agrarlandschaften“ (Nutzungsstrategien für kalkreiches Niedermoorgrünland)

Das Projekt dient der Optimierung der Ökosystemleistungen von Niedermoorgrünland in Abhängigkeit von den Standortbedingungen und den Bewirtschaftungsverfahren.

Das Grünland mit den vielfältigen Funktionen ist wegen seiner sehr differenzierten, zumeist weniger intensiven und oft naturnahen Nutzung als „Ressource mit Zukunft“ von besonderem Interesse für die Gesellschaft. National wie international zunehmende Flächenknappheit für die Pflanzenproduktion verstärkt die Notwendigkeit der Erzeugung von Lebensmitteln (Milch und Fleisch) und Biorohstoffen (Bioenergieanlagen, Bioraffinerien) vom Grünland. Verbesserte, ökonomisch effiziente, Grünland basierte Produktionssysteme können zur Entschärfung von Landnutzungskonflikten (Lebensmittel vs. Futter vs. Biorohstoffe) beitragen. Dabei kann das Grünland neben der Versorgungsleistung weitere von der Gesellschaft als wichtig erachtete Ökosystemleistungen wie Erhalt der Biodiversität, Kohlenstoffbindung, Klimaregulation oder Wasserbereitstellung, erbringen. Diese sehr unterschiedlichen Ökosystemleistungen sind in Abhängigkeit von den Standortbedingungen und der Landnutzung des Grünlandes zu betrachten und Konzepte mehrdimensionaler trade-off Beziehungen zu entwickeln. Wenn es nicht gelingt, die durch die andauernde Entwässerung bedingte Degradierung und Heterogenisierung der Niedermoorstandorte zu verlangsamen bzw. zu stoppen, verringern sich die Chancen für eine gesellschaftlich akzeptierte, nachhaltige Grünlandnutzung und damit die Erschließung wichtiger Ökosystemleistungen auf diesen Standorten. Dafür sind die Bewirtschaftungsverfahren der Weidenutzung mit Rind, Schaf und landwirtschaftlichen Wildtieren sowie der Mähnutzung für Futterzwecke oder als Biorohstoff sowie im Rahmen der Landschaftspflege weiter zu entwickeln. Nur so können eine nachhaltige Nutzung gewährleistet und der Wert und die Bedeutung des Grünlandes erhöht werden.

Das Querschnittsprojekt Grünland wurde im Herbst 2013 ins Leben gerufen und untersucht die Möglichkeiten einer Optimierung der Ökosystemleistungen am Beispiel des besonders in Nordostdeutschland vorkommenden kalkreichen Niedermoorgrünlandes. Die interdisziplinär angelegten Forschungsarbeiten werden in der Forschungsstation Paulinenaue durchgeführt. Über ein umfangreiches Messnetz werden biotische und abiotische Parameter erhoben, mit dem Ziel Ökosystemleistungen in unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Skalen zu quantifizieren und zu bewerten.

Beteiligte Institute und Kooperationspartner

  • Institut für Landnutzungssysteme
  • Institut für Landschaftsbiogeochemie
  • Institut für Landschaftswasserhaushalt
  • Institut für Landschaftssystemanalyse
  • Institut für Sozioökonomie
  • Direktorat
  • Abteilung Landschaftsinformationssysteme
  • Institut für Bodenlandschaftsforschung
  • Humboldt-Universität Berlin
  • Leibniz-Institut für Agrartechnik, Potsdam-Bornim
  • Freie Universität Berlin
  • Universität Rostock
  • Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung des Landes Brandenburg
  • Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg